Björn Müller (Item) über 50 Jahre Item und smarte Produkte in der Fertigung
Shownotes
In dieser Folge spricht Anja Ringel, Chefin vom Dienst bei Produktion, mit Björn Müller, Produktmanager für smarte Produkte bei Item, darüber, wie das Unternehmen seit fünf Jahrzehnten den industriellen Systembau mitprägt.
Gemeinsam blicken sie auf den Wandel von Stahl- und Schweißkonstruktionen zu Aluminiumprofilen und Schraubverbindungen, auf nachhaltige Materialien und auf die Bedeutung globaler Märkte.
Außerdem geht es um smarte Produkte in der Fertigung: von intuitiver LED-Signalisierung über digitale Engineering-Tools bis hin zu dezentraler Intelligenz in Produktion und Intralogistik. Björn Müller erklärt, warum Einfachheit, Flexibilität und praxisnahe Lösungen für item dabei im Mittelpunkt stehen.
Hören Sie rein für praxisnahe Einblicke!
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00:00:02: Industry Insights – ein Podcast von Produktion.
00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Industrie-Podcast.
00:00:09: Ich freue mich, dass Sie mit dabei sind!
00:00:12: In Industry Insight spreche ich mit spannenden Persönlichkeiten aus der Industrie.
00:00:16: Diese Folge wird Ihnen präsentiert von Itim.
00:00:19: Mein Name ist Anja Ringel.
00:00:21: Ich bin Chefin vom Dienst beim Fachmedium Produktion.
00:00:24: Ich berichte im Podcast und für Produktion über alles was die Industrie bewegt von Zukunftstechnologien und Transformationen auf allen Ebenen hin zu aktuellen Entwicklungen.
00:00:36: In der heutigen Folge spreche ich mit Björn Müller, er ist Produktmanager-Smarter Produkte bei ITE.
00:00:41: Das Unternehmen ist ein international tätiger Anbieter modularer Systemlösungen das mit Aluminiumprofilen, Komponenten & Engineering Services industrielle Anwendungen vom Maschinenbau bis zur Fabrikautomation realisiert.
00:00:55: Hallo Björnn!
00:00:55: Willkommen bei Industry Insights.
00:00:58: Schön, da zu sein.
00:00:59: Freut mich, dass du dabei bist!
00:01:01: Wir sprechen heute über zwei sehr spannende Themen und zwar einmal über fünfzig Jahre ITEM und als zweites Thema über Signalisierung in der Produktion und die Integration von smarten Produkten in die Produktion Und ich freue mich mit Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern und mit Jürgen diese Themen genauer zu beleuchten.
00:01:20: Ich habe es ja schon angedeutet, ihr habt dieses Jahr ein besonderes Jubiläum.
00:01:24: Und darüber sprechen wir auch gleich ein bisschen ausführlicher.
00:01:27: aber zunächst eine Frage zu deiner Zeit.
00:01:29: du bist ja seit rund zweieinhalb Jahren bei ITEM.
00:01:32: was war denn bisher dein Highlight im Unternehmen?
00:01:34: Genau ich hab hier als Training damals angefangen und ich glaube für mich war also kann man kein einzelnes Highlight herausziehen sind mal spannend neue Produkte mit in den Markt einzuführen.
00:01:45: Ich glaub das ist so als Produktmanager immer so.
00:01:46: das Highlight dem Jahr.
00:01:48: Aber gerade einfach dieses Zusammensein in dieser Unternehmenskultur, das zeichnet glaube ich item ganz besonders aus.
00:01:58: Wir wollen dich jetzt ja noch ein bisschen besser kennenlernen und deswegen gibt es wie immer entweder Oder-Fragen und du musst dir einfach eine Antwortmöglichkeit aussuchen.
00:02:06: Genau!
00:02:07: Und zwar hast Du ja einen Archen studiert?
00:02:09: Deswegen die Frage Printen oder klassische Schokolade?
00:02:13: Dann lieber Printen.
00:02:15: Im Urlaub Berge oder mehr?
00:02:18: Sowohl als auch, lieber mehr wahrscheinlich.
00:02:22: Und nach der Arbeit Serie schauen oder Buch lesen?
00:02:25: Serie schauen.
00:02:26: Kaffee oder Tee?
00:02:28: Kaffees!
00:02:29: Und eine Frage die alle beantworten dürfen – mehr Geld oder mehr Freizeit?
00:02:34: Mehr Freizeits.
00:02:36: Und im Unternehmen duzen oder sitzen?
00:02:39: Wir duzen gerne auch extern duzen aber das kommt immer ein bisschen drauf an glaube ich.
00:02:44: E-Mail oder Anruf?
00:02:46: E-mail
00:02:46: und Routine oder
00:02:50: Abwechslung?
00:02:51: Das war es auch schon, du bist von den schnellen Fragen erlöst.
00:02:55: Lass uns jetzt gerne ein bisschen ausfälliger über fünfzig Jahre Item sprechen und mal ein bisschen zurückschauen.
00:03:01: Es gab nämlich einen Schritt der Rückblickend schon sehr revolutionär war Und zwar der Schritt vom Stahl zu Aluminium und von Schweißen zu schrauben.
00:03:09: das ist ja ein entscheidender Meilenstein.
00:03:11: Erklär'n's doch mal warum war denn diese Idee so wegweisend Und wie wirkt sie sich bis heute bei euch im ITIM-System Baukasten aus?
00:03:20: Genau, also in den neunzehnundachziger Jahren war das Prinzip von Stahl und Schweißkonstruktionen halt maßgeblich.
00:03:26: Das war so der Standard in der Industrie.
00:03:28: Es hat da einen großen Nachteil dahingehend dass wir mit hohen Gewichten gearbeitet haben, dass wir einen hohen Bearbeitungsaufwand hatten und meistens auch lange Realisationszeiten.
00:03:38: Unsere Gründe sind dann damals mit den Gedanken gestartet, quasi den Umschwung zu machen und zwar von Aluminiumprofile auf Schraubverbindungen.
00:03:47: Also das was du eben angesprochen hast weg vom Schweißen hin zum Schrauben.
00:03:51: Und dieses Prinzip begleitet uns eigentlich bis heute durchgehend.
00:03:55: Auf der Basis ist unser Systembaukasten entstanden.
00:03:58: Heute haben wir knapp vierenhalb tausend Komponenten in unserem System Baukasten die alle miteinander kompatibel sind.
00:04:05: Und der größte Vorteil ist, glaube ich daran dass selbst Profile die in den neunzehntetachtiger Jahren in den Markt gekommen sind heute immer noch nutzbar sind und mit neuen Lösungen kompatibel sind.
00:04:15: Also wir können Kunden können immer noch die alten Profile nutzen und was Neues daraus bauen.
00:04:20: es gibt so ein bisschen Sicherheit glaube ich in der Planung und genau eine hohe Flexibilität im Umgang mit unseren Systemkomponenten.
00:04:29: Du hast die Gründe gerade schon angesprochen.
00:04:32: Das Unternehmen wurde neunztensechsten, siebzig gegründet und ist auch ganz schön gewachsen.
00:04:37: Ich habe nachgelesen zunächst wurde in einem Hinterhaus in einer Werkzeugmacherei gebaut, deren Räume abends mit benutzt werden durften.
00:04:44: Das Unternehmen ist ja auch weiterhin Familienunternehmen.
00:04:48: welche Werte oder Haltungen sind denn seit den Anfängen unverändert geblieben und immer noch im Unternehmen spürbar?
00:04:55: Ich glaube bei uns ganz wichtig ist dieses Pionierdenken.
00:04:59: Wir zeichnen uns einfach dadurch aus, dass wir nah an Anwendungen denken und diesen Anwendungsbezug sicherstellen.
00:05:05: Unsere Gründer waren damals eher im Maschinenbau tätig und haben sich quasi überlegt wie können wir weg von diesem Sondermaschinenbauer hin zu standardisierten Komponenten?
00:05:16: Und ich glaube das prägt uns heute noch.
00:05:17: also wir schauen uns viel viele Lösungen unserer Kunden an und die überlegen uns darauf Wie wir vorgehen können.
00:05:24: kriegen wir daraus eine standardisierte Lösung hin?
00:05:26: Und ich glaube, das zeichnet uns ein bisschen aus.
00:05:28: Diese Neugier und den Anspruch Lösungen zu finden und diese Lösungen nicht nur quasi zu denken sondern sie weiterzudenken, sei es vom Designaspekt her oder in Richtung Modularität.
00:05:41: Und gleichzeitig haben wir für uns selbst halt diesen klassischen Made-in Germany Anspruch, den wir immer weiter verfolgen.
00:05:49: was bei uns halt sehr spannend ist, ist diese enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden.
00:05:55: Darauf legen wir sehr viel Wert.
00:05:56: Wir sind im stetigen Austausch mit Ihnen und das zieht sich, glaube ich diese fünfzig Jahre, die wir jetzt existieren wirklich durch dieses Unternehmen.
00:06:04: Verstehen uns so ein bisschen... Das ist unser Markenkernwert als Möglichmacher.
00:06:10: Wir erkennen Herausforderungen und stempeln sie nicht quasi als unlösbar ab sondern versuchen immer das Beste zu geben und unseren Kunden da schnellstmöglich auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.
00:06:23: Dazu passt ja auch euer Slogan Ideas to Innovations.
00:06:28: Was bedeutet denn dieser Anspruch heute für euch und wie stellt ihr sicher, dass der Blick auch im Jubiläumsjahr dieses Jahr klar nach vorne gerichtet bleibt?
00:06:37: Genau also unsere Mission mit diesem Systembaukasten ist eigentlich klar.
00:06:41: wir versuchen Konstrukteuren beziehungsweise den Anlagen Bauern so ein bisschen die Handhabe zu geben ihre individuellen Ideen umzusetzen keine Beschränkung zu legen.
00:06:53: Und ich glaube, dass dieses Jubiläumsjahr natürlich auch ein Anlass ist um rückzublicken und zu schauen wie es gelaufen woher kommen wir.
00:07:03: Und das auch niemals zu vergessen aber gerade auch einen Startsignal um in die Zukunft zu schauen mit unserem Anspruch den weiterzuleben.
00:07:11: Gerade heutige Anforderungen an Schnelllebigkeit Individualität in der Industrie nehmen immer weiter dazu und ich glaube das muss man halt beherrschen.
00:07:21: Und deswegen, ich würde den Blick immer weiter nach vorne.
00:07:24: Gerade was unsere Produkte aber auch unsere Services allgemein angeht um die konsequent weiterzuentwickeln und dann mit klarem Fokus auf industrielle Anwendungen.
00:07:35: Das Thema Innovation ist mega wichtig genauso wie Nachhaltigkeit.
00:07:39: beide Sachen gewinnen ja zunehmend an Bedeutung sei es jetzt auf der Materialseite oder bei den Produkten.
00:07:45: Welche Schwerpunkte setzt ihr denn da konkret, um auch in Zukunft effiziente und ja auch verantwortungsbewusste Lösungen für die Industrie zu entwickeln?
00:07:54: Ich glaube man kann die zwei Thematiken Innovationen Nachhaltigkeit heutzutage gar nicht mehr so klar trennen.
00:08:00: Die sind immer ein bisschen miteinander verbunden.
00:08:03: Wir haben damals schon damit angefangen dass unsere klassischen Aluminiumprofile Heutzutag schon bis zu fünfzig Prozent aus recyceltem Material bestehen.
00:08:13: Wir gehen jetzt weiterhin mit neuen WFC Profilen, nennen sie sich also Wood Fiber Composite Profilen die bis zu seventy-fünf Prozent aus recyceltem Holzabfällen und zu fünfundzwanzig Prozent aus Rezyklaten bestehen.
00:08:28: So ein bisschen das Umdenken.
00:08:30: Profile, die nach ihrer Nutzungsdauer wieder vollständig widerverwertet werden können.
00:08:34: Die haben auch einen Cradle to Cradle Zertifikat, sind sogar zertifiziert für diese Nutzung.
00:08:41: Und ich glaube, das ist einfach dieses Ressourcen schonende Denken ohne ein Kompromiss einzugehen.
00:08:47: Ob dass der Systembaukasten irgendwie die Funktionalität nicht mehr erfüllt oder irgendwie einbußender Stabilität oder in Anwendung stattfinden?
00:08:56: Mit euren Produkten und Ideen seid ihr nicht nur in Deutschland unterwegs sondern seit twoinzehn zwei neunzig gibt es auch Tochterfirmen zum Beispiel in Italien später auch USA China und Australien.
00:09:09: Wo liegen denn heute die größten Märkte und welche Chancen seht ihr in der globalen Zusammenarbeit?
00:09:15: Also für uns ist immer noch Europa so der Kermer, gerade Deutschland und die deutsche Industrie.
00:09:20: Und der deutsche Mittelstand das ist unser Fokus.
00:09:23: aber wir richten unseren Blick natürlich auch in den internationalen Märkten wie du schon gesagt hast.
00:09:28: also USA und Asien sind natürlich Wachstumsmotoren die man so auch in anderen Bereichen der Industrie mal wieder mitbekommt.
00:09:36: Für uns ist da die größte Chance, eigentlich die Zusammenarbeit mit unseren Tochtern Niederlassungen und den Wissensaustausch herzustellen.
00:09:43: Wo dann halt Anforderungen aus dem US-Markt sich deutlich zum Beispiel von denen des deutschen Mittelstandes unterscheiden?
00:09:50: Und diese Präsenz in den verschiedenen Märkten hilft uns natürlich dabei so ein bisschen die Tendenz in globalen Märkten abgeloten und herauszufinden welche Lösungen gibt es?
00:10:00: Welche Lösungen fehlen vielleicht und was können wir zukünftig entwickeln?
00:10:05: Und das Ziel dabei für uns ist primär, dass wir die Verfügbarkeit unserer Standardkomponenten, also Aluminiumprofileverbinder oder auch Arbeitsplatzsysteme international sicherstellen.
00:10:18: Aber gleichzeitig halt uns lokal ausrichten und dann halt die Verfügwirkheit, die nach dem anpassen.
00:10:23: Eine wichtige Rolle spielen bei euch auch digitale Tools zum Beispiel das Item Engineering Tool.
00:10:29: damit mögt ihr Self-Engineering.
00:10:32: Wie verändern diese Lösungen denn die Arbeit von Konstrukteurinnen und Konstrukeuren in der industriellen Praxis?
00:10:39: Beim Engineering Tool haben wir so eine einzigartige Lösung geschaffen, die es eigentlich am Markt nirgendwo anders gibt.
00:10:46: Es ist ein bisschen der Schritt vom klassischen CAD-Tool mit der manuellen Zeichnung hin zu einer intelligenten Weblösung.
00:10:54: Das heißt unsere Kunden können jetzt quasi über unseren Shop direkt angebundenes eigene Konstruktion umsetzen.
00:11:01: Das ist so ein bisschen, sag ich mal Drag-und-Drop, ein bisschen einfacher gestaltet.
00:11:05: Ich kann meine Komponenten, die ich klassisch in unserem Shop finde, in diese Oberfläche reinziehen und durch eine intelligente Plausibilitätsprüfung wird dann überprüft ob die Komponenten zusammenpassen, inwieweit sie kompatibel sind.
00:11:22: Parameter einstellen, wie Längenhöhe breiten.
00:11:25: Was meine Bearbeitungszeit natürlich deutlich verkürzt.
00:11:28: Ich muss im CAD-Tool meistens externe Daten hochladen und die dann quasi bearbeiten.
00:11:35: das entfällt hier halt komplett.
00:11:38: So ist man ein bisschen schneller von der Grundidee zum fertigen Projekt beziehungsweise ich kann mir zumindest schon mal im ersten Schritt eine Idee aufbauen und schon überlegen ob das in die richtige Richtung geht.
00:11:52: Ich glaube, ein großer Vorteil ist vor allen Dingen dass wir hier schon verschiedene Musterlösungen entsichts bei uns vorgedacht haben.
00:11:59: Also ich kann quasi beispielsweise einen Arbeitsplatz nehmen und den schon mal bisschen vorkonfiguriert so gestalten wie es brauche um dann gegebenenfalls mit einem technischen Berater oder mit dem entsprechenden Ansprechpartner in Ausdurch zu gehen.
00:12:14: Jetzt sind wir schon mittendrin bei den Produkten und was ITEM alles anbietet.
00:12:19: Da spielen ja smarte Produkte vor allem für eure Zukunftsvision auch eine zentrale Rolle.
00:12:25: Für jeden ist jetzt der Begriff Smart ein bisschen etwas anderes, deswegen zu Beginn erklär doch mal was versteht item unter Smart?
00:12:33: Genau ich glaube das muss man ein bisschen differenziert betrachten.
00:12:35: also der Bereich smarte Projekte an sich der fällt in meinen Bereich.
00:12:39: der ist nochmal ein bisschen was anderes als das was glaub ich allgemein dieses smarte Denken bei Item angeht.
00:12:46: Für uns ist eigentlich dieses smarte Denken oder der Begriffsmart, der Gedanke dahinter einfacher flexibler und näher an der Anwendung zu sein.
00:12:57: In Bezug auf meinen Bereich heißt das vor allen Dingen diese industrielle Automatisierung für jeden greifbar zu machen.
00:13:06: Für uns fällt halt sehr stark auf dass Monteure in der Produktion jetzt nicht unbedingt das Know-how haben mit hochkomplexen Automatisierungslösungen zu arbeiten.
00:13:17: Und gerade das versuchen wir so ein bisschen rauszunehmen, diesen Integrationsaufwand zu reduzieren.
00:13:23: Das bedeutet vor allen Dingen in dem Fall dass wir das Know-how nutzen und kein spezielles Know-How brauchen, sowas wie SPS Programmierung oder dass man Elektrofachkraft sein muss um unsere Lösungen anzuschließen.
00:13:40: Das orientiert sich ein bisschen an diese Smart Home Gedanken.
00:13:44: Ich will quasi die Konfiguration und den Betrieb der Produkte so einfach wie möglich gestalten.
00:13:51: Beispielsweise wie eine smarte Leuchte für Zuhause, die man einfach in die Steckdose steckt und dann im Handy steuern kann.
00:13:59: Das heißt es gibt ja dann vermutlich auch eine Veränderung der Zusammenarbeit in den Werken also zwischen Werk, Maschine und Logistik?
00:14:08: Genau wir haben da natürlich ein stark wechselndes Verhältnis sage ich mal.
00:14:14: Früher war so die Technik eher der... ...die Komponente, die genutzt wurde.
00:14:20: Und heutzutage ist die Technic eher so ein... ...der Partner des Menschen.
00:14:24: also sie hilft mehr den Menschen zu unterstützen und dort halt anzugreifen.
00:14:30: Ein zentraler Aspekt dieser smarten Produkte ist auch die Dezentralisierung von Intelligenz.
00:14:36: was bedeutet das denn technisch?
00:14:38: Genau!
00:14:39: Also die Decentralisierung bedeutet an sich, dass wir verschiedene Funktionen aus übergeordneten Systeme halt auslösen wollen.
00:14:49: Wie ich eben schon mal gesagt habe dieses Anwendungsnahe Denken also die Intelligenz bzw.
00:14:55: die Funktion wieder ins Arbeitsumfeld zu bringen das ist beispielsweise so was wie Informationserfassungen, Informationsaufbereitung aber auch direkte Nutzung.
00:15:06: Das kann man zum Beispiel ganz gut in Verhältnis mit so Arbeitsplätzen sehen.
00:15:12: Da fallen viele Informationen an, sei es auf Tablets oder Bildschirmen.
00:15:17: Die Information alle greifbar zu machen für den Werker, die zu verarbeiten und dann auch kognitiv umzusetzen ist eine große Herausforderung.
00:15:27: Das muss man halt so ein bisschen... das versuchen wir durch smarte Analogien hinzubekommen und also echte Black and Play-Lösungen quasi umzusetzten die Systemkomplexität halt nach unten zu schrauben, Integration schneller umzusetzen.
00:15:43: Genau das sind so zentrale Themen, die man da betrachtet.
00:15:47: Jetzt hast du es schon ein bisschen angedeutet welchen Nutzen Anwender davon haben.
00:15:52: also kannst du's nochmal in eins zwei Beispielen vielleicht erklären?
00:15:56: Es geht um Einfachheit und schneller sein.
00:16:00: Wir haben bei uns im Bereich smarte Produkte eigentlich so zwei Kernbereiche, wie du anfangs auch schon eingeleitet hast.
00:16:06: Es geht in Richtung Signalisierung aber auch in Richtung interlogistik oder logistische Prozesse und Materialfluss.
00:16:12: Wenn man da zwei Beispiele rausnimmt, wäre zum Beispiel eins was eigentlich so bekannt ist im Feld sowas wie pick by light also werkergeführte Lichtsignale oder Lichtsigane um Werke zu führen an manuellen Arbeitsplätzen.
00:16:31: Was eigentlich oder was in vielen Fällen durch komplexe Steuerungen gelöst wird, können wir beispielsweise durch ein Intelligenzsystem ersetzen.
00:16:40: Welches wir über eine einfache Web-Oberfläche, wo man sich mit dem mobilen Endgerät raushalten kann sei es Handy, Tablet oder Laptop, dann können wir da quasi konfigurieren.
00:16:52: Was halt deutlich einfacher ist als irgendwo in einer Steuerung eine Programmierung vorzunehmen, wo deutlich höherer für das Know-how gefordert ist.
00:17:01: Jetzt hast du das Thema Signalisierung schon angesprochen, was kann man sich denn unter Signalisierungslösungen vorstellen und worunter unterscheidet sich so eine Lösung von anderen klassischen Lösungen?
00:17:13: Genau also im Endeffekt basiert unsere Signalisierungslösung immer auf LED Systemen die dafür gemacht sind quasi in Echtzeit Zustände darzustellen und Zustände auch ins Feld zurückzugeben.
00:17:30: Man kennt so diese klassischen Maschinenampeln im Feld, was wir halt ein bisschen anders gemacht haben ist dass wir den Formfaktor nochmal überdacht haben und wir in Richtung LED-Streifen unterwegs sind.
00:17:43: Das liegt bei uns ein starker Fokus auf led-streifen bzw.
00:17:46: auf linearer Signalisierung oder vollflächiger Signalisierung.
00:17:54: LED-Streifen, wie wir sie haben können bei uns in diese Profilnuten direkt eingelegt werden.
00:17:59: Das nimmt so ein bisschen diesen Formfaktor auf reduziert auch gleichzeitig Störkonturen.
00:18:04: also beispielsweise noch mal das Pick by Light aufzugreifen.
00:18:09: ich habe jetzt keine StörKontur beispielsweise in Form von einer Lampe die ich dann im Endeffekt gegebenenfalls sogar abreiße oder beschädige.
00:18:18: Der größte Vorteil von solchen LED-Schreifensignalisierungen ist aber einfach, dass wir Informationen über große Entfernung oder über große Bereiche abbilden können.
00:18:28: Das bedeutet wenn ein Mitarbeiter oder Werker beispielsweise bei einer Wartung in eine Anlage ist, können wir ihn zum Beispiel zur Störung führen.
00:18:37: Wir können direkt sehen ob ein Prozess läuft oder gestört ist Ob irgendwo Material fehlt und so können wir quasi in den Prozess von außen hineinblicken, ohne dass wir komplexe Zusammenhänge auf irgendwelchen Bildschirmen analysieren müssen.
00:18:52: Das heißt es löst sehr viele konkrete Probleme in der Produktion relativ einfach?
00:18:58: Genau also gerade dieses Informationsverlust beziehungsweise Sprachbarrieren Informationen verarbeiten und kognitive Leistungsfähigkeit wird halt so ein bisschen rausgenommen.
00:19:09: die Werker können sich halt voll auf ihre Aufgabe konzentrieren und müssen jetzt nicht noch nach Informationen suchen, sondern die werden so ein bisschen in den Prozess geleitet.
00:19:18: Was dann wiederum positiv sich auf die Montage ausübt bedeutet Suchzeiten werden natürlich reduziert.
00:19:24: dadurch wird die Effizienz des Prozesses halt deutlich gesteigert.
00:19:28: Die Auslastung der Anlagen kann erhöht werden.
00:19:31: Zudem ist natürlich sowas wie Visualisierung also grünes Signal für Anlage läuft Für jeden verständlich ohne jene Sprachbarriere aufzubauen.
00:19:41: Und so wird quasi Information für Edermann nach außen sichtbar und das auch über größere Distanzen.
00:19:47: Wenn man dann halt weiter schaut, kann man da noch das Thema Ergonomie aufgreifen beispielsweise auch wieder das Pick by Light wo man eine Lichtführung hat um die kognitive Belastungen in solchen Picking Prozessen die oft sehr monotoner ablaufen doch ein bisschen zu reduzieren damit der Fokus wirklich auf die Aufgabe liegen kann.
00:20:08: um nochmal auf das Thema Smart zurückzukommen.
00:20:11: Was macht denn diese Signalisierungslösungen letztlich smart oder zu smarten Produkten?
00:20:17: Und wie fügt sich das in die zukünftige Entwicklung von ITEM mit ein?
00:20:22: Wir haben zwei verschiedene Lösungen Richtung LED-Streifen im Portfolio, das eine sind klassische LED-Streifen, die mit dem Sinne wir es als Smart verstehen eher als dieses klassische ich gebe einen Status nach außen fungieren ab dienen.
00:20:38: Und wenn wir weiter schauen, dass es richtig smart wird haben wir bei uns zwei, wir nennen das ein bisschen intern Superhelden.
00:20:46: Zwei LED Streifen Controller eine Variante mit IO-Linked was so ein bisschen diese Automatisierungsexperten anspricht wo es eher in Richtung komplexe Maschinen geht und einmal eine digitale Analoge Variante wo es dann in Richtung klassische Anwendung geht aber auch ein bisschen standalone am Arbeitsplatz Signalisieren zu setzen.
00:21:08: Die beiden Controller erlauben es dann quasi LED-Streifen segmentiert und dynamisch anzusteuern, wodurch man dann lauflich da Füllstandsanzeigen, Countdowns umsetzen kann.
00:21:21: Also in dieses reine visuelle Farbschema halt noch eine Bedeutung einfließen lassen kann und aus diesem kann man dann quasi herleiten das aus Beleuchtung ... und Bedeutung dann im Endeffekt halt wirklich ... ... industrielle Kommunikation wird.
00:21:36: Also wir können quasi ... ... Informationen dann auch noch mit ... ... Leben füllen sag ich jetzt mal, genau.
00:21:43: Und dadurch dass wir halt unsere Lösungen in dem Fall ... ... unseren Controller halt modular auch Richtung Software ... ... quasi ausgelegt haben ist es uns zukünftig immer weiter möglich... ... auch neue Betriebsarten in kürzester Zeit hin zuzufügen.
00:21:58: Das sieht man jetzt beispielsweise daran das wir immer Das wir gestartet sind mit drei Betriebsmodi auf der einen Variante, auf der Digitalanalogen-Variante und inzwischen bei fünf angekommen sind.
00:22:10: Ein weiterer Fokus bei ITEM sind smarte Produkte in der Interlogistik Und da habt ihr mit der Freigabeinheit ein Produkt das relativ einzigartig am Markt ist.
00:22:21: Worum geht es dabei denn genau?
00:22:24: Genau die Freigabereinheit ist ein bisschen was Spezielles im ITEM.
00:22:29: Cosmos ist jetzt keine klassische mechanische Komponente so wie viele unsere anderen, aber auch keine rein elektrische Komponenten wie eine klassische Leuchte.
00:22:39: Sondern es sind elektrometchanisches Bauteil.
00:22:42: Sie ersetzt so klassische Stopperlösungen, die sie aus der Fördertechnik bekannt sind und integriert dabei eine intelligente Variante, eine intelligende Komponte.
00:22:57: Wir zielen damit vor allen Dingen auf unserer Anwendung mit Rollenbaren ab.
00:23:01: Die Freigabeine sind dafür da, Kleinladungsträger oder kleinere Kisten zu stoppen und vereinzeln.
00:23:09: Und dann die Behälter je nach Anforderungen kontrolliert freigeben zu können.
00:23:14: Das Ziel dabei ist halt eine präzise Materialbereitstellung also on-demand da wo sie benötigt wird und agiert ein bisschen als Bindekli zwischen unseren klassischen Schwerkraftförderern und einer digitalen Umwandlung des ganzen Prozesses.
00:23:31: Und was ist im Vergleich zu klassischen mechanischen Lösungen denn der wichtigste Vorteil der Freigabeinheit?
00:23:40: Klassische Lösungen werden meistens über eine übergeordnete Steuerung betrieben.
00:23:45: Das heißt, jeder Stopper bzw.
00:23:47: jede Freigabel wird dann quasi aus diesem System bedient.
00:23:51: D.h.,
00:23:52: man muss dahinter auch eine Logik schalten und gegebenenfalls etwas programmieren.
00:23:56: um den Prozess zum Laufen zu bringen haben wir alles quasi ins Gerät überführt.
00:24:00: Unsere Geräte besitzen zwei verschiedene Betriebsmodi, die man ebenfalls über ein Webinterface quasi einstellen kann.
00:24:09: Da haben wir einmal einen Automatik-Modus.
00:24:11: da geht es dann darum dass wir mehrere dieser Freigabeinheiten in Kette schalten können.
00:24:18: diese Kette kann dann den Materialfluss selbstständig steuern bedeutet über verbaute Sensoren sprechen Freigabeinheiten dann miteinander, sodass quasi dieser Vereinslogens- oder Freigabeprozess in dem Fall autonom ablaufen kann.
00:24:34: Das bringt den Vorteil, dass wir eine gewisse Prozesssicherheit einbringen.
00:24:39: bedeutet wenn wir zum Beispiel eine Übergabe verfolgen und die Kiste verhakt sich z.B.
00:24:45: im ganzen Prozess können wir auch Informationen aus dem Prozess rausziehen.
00:24:49: das bedeutet wir können zum Beispiel einem Leitsystem zurückmelden hey pass mal auf hier ist ne Störung was wiederum dann halt Suchzeiten minimiert, man kann direkt an die Anwendungen und diese beheben.
00:24:59: Die zweite Anwendung, die wir damit umsetzen können ist so ein direkter Aktormodus wie es der Name schon sagt, dann ist die Freigabeinheit eher so ein aktuelles übergeordneten System und funktioniert wirklich als eins zu eins Ablöse quasi für die Lösungen, die bereits vorhanden sind.
00:25:17: Und welche Rolle spielt die Freigabeinheit im Zusammenspiel mit modernen Logistikkonzepten, zum Beispiel mit fahrerlosem Transportfahrzeug?
00:25:27: Genau.
00:25:28: Wir haben gesehen dass wir im Bereich dieser fahrlosen Transportsysteme halt oft Probleme haben Material quasi zu übergeben oder zu überreichen.
00:25:39: Mit der Freigabereinheit haben wir hier so eine intelligente Schnittstelle geschaffen.
00:25:43: bedeutet beispielsweise ein AGV fährt ne Station an.
00:25:48: An dieser Station ist beispielsweise ein Regal mit einer verbauten Freigabeinheit.
00:25:54: Sobald quasi das LGV diese Endposition erreicht hat, können wir den Signal übergeben sodass dann quasi das Material auch frei übergeben wird.
00:26:03: So können wir diesen Handshake automatisiert gestalten oder smart gestalten.
00:26:10: Da haben wir die Schnittstelle zwischen stationären und mobilen Anwendungen abgedeckt ohne da jetzt die komplexe Programmierung und Steuerung, solche Prozesse einzutauchen.
00:26:21: Man merkt schon es gibt viele spannende smarte Produkte bei ITEM.
00:26:25: jetzt wenn wir immer einen Blick in die Zukunft werfen was kommt denn da auf uns noch zu beim Thema Smarteprodukte?
00:26:33: Wir werden halt diesen Gedanken des Dezentralisieren von Intelligenz konsequent weiterverfolgen.
00:26:41: konkrete Projekte sind im Planungen.
00:26:44: Es geht da halt weiter in dieses, wie kann ich quasi meinem Endanwender möglichst einfach viel Funktionalität bieten.
00:26:52: Das geht sowohl in Hardware als auch in Softwarerichtung weil wir sehen dass da besonders großes Potential darin steckt diese beiden Welten noch enger miteinander zu verzahnen.
00:27:05: das bedeutet halt so ein bisschen wenn man sich das überlegt fast selbstständig konfigurierbare Lösungen zu schaffen.
00:27:14: Also noch mehr diesen Smart-Home-Gedanken aufzugreifen, ich schließe quasi meine Komponente an und sie funktioniert quasi so wie es mir vorstelle.
00:27:22: Bedeutet halt, wir treiben nochmal dieses Intelligenzdenken in der Automatisierung voran.
00:27:28: Wir wollen es so einfach wie möglich machen, sodass die Kunden sich im Endeffekt auf ihre Herausforderungen konzentrieren und nicht auf die Komplexität der Technik dahinter liegt.
00:27:37: Das wollen wir dann übernehmen.
00:27:39: Man merkt also, in den letzten fünfzig Jahren ist einiges perziert und hat sich sehr viel verändert.
00:27:45: Aber es wird sich auch weiterhin natürlich sehr viel verändern beim Thema smarte Produkte weil die einfach sehr viel in der Produktion helfen können.
00:27:53: Deshalb zum Schluss noch eine Frage an dich Birn.
00:27:56: wenn wir jetzt nochmal nach vorne sehen wo siehst du denn item in den nächsten fünfzig jahren?
00:28:02: Ich glaube item hat das Potenzial gerade dadurch dass wir so agil unterwegs sind den Markt und die Kunden gut kennen oder mit ihnen noch eng zusammenarbeiten, halt weiterhin klar zu bestehen.
00:28:15: Sich weiterzuentwickeln und da auch nochmal glaube ich eine andere Sichtweise mit dem Markt reinzubringen.
00:28:20: Ich glaube wir werden für unsere Kunden immer ansprechbar sein und ich glaube dass das Portfolio sich immer stärker und immer weiter ausweiten wird.
00:28:32: Das ist gar keine Frage!
00:28:34: Neue Anwendungen werden immer entstehen und wir werden deswegen auch immer wieder neue Lösungen dafür schaffen.
00:28:40: Genau, dann haben wir immer wieder neuer Anknüpfungspunkte um darüber zu sprechen.
00:28:44: So sieht das!
00:28:45: Bis dahin sage ich erstmal vielen Dank dass du heute Gast warst bei Industrial Insights und uns so viele interessante Einblicke gegeben hast.
00:28:52: Sehr gerne, immer wieder gerne.
00:28:54: vielleicht sieht man sich da noch mal.
00:28:56: Genau Vielen Dank.
00:28:58: Wer mehr zu den Themen des Podcasts wissen möchte, findet weitere Informationen auf unserer Website www.produktion.de.
00:29:05: Diese Folge wurde interessantiert von ITEM.
00:29:08: Ich freue mich schon auf die neuen Folgen in diesem Jahr.
00:29:10: Abonnieren Sie den Podcast und wenn sie uns bei Spotify hören aktivieren Sie die Glocke um weitere Folgen nicht zu verpassen.
00:29:16: Bis dahin Ihre Anja Ringel.
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